Heizölpreis-Prognose Winter 2026/27
Der Winter steht vor der Tür und viele Verbraucher fragen sich, wohin die Heizölpreise in den kommenden Monaten tendieren. Eine fundierte Einschätzung auf Basis aktueller Marktdaten.
Heizölpreis-Prognose für den Winter 2026/27
Mit dem Beginn der Heizperiode rückt die Frage nach der Preisentwicklung für Heizöl wieder stärker in den Fokus. Unser aktueller Angebotspreis beträgt 112,50 €/100 l. 3.000 Liter kosten 3.375,00 € inkl. MwSt. und Lieferung. Künftige Marktpreise können davon abweichen.
Ausgangslage: Moderate Preise mit Aufwärtspotenzial
Im Vergleich zu den Rekordpreisen des Jahres 2022 bewegen sich die Heizölpreise derzeit auf einem moderaten Niveau. Die globale Rohölversorgung ist ausreichend, die Lagerstände in den OECD-Ländern liegen leicht über dem Fünfjahresdurchschnitt. Gleichzeitig wächst die weltweite Nachfrage nach Rohöl nur verhalten, was unter anderem auf die schleppende wirtschaftliche Erholung in China zurückzuführen ist.
Dennoch gibt es mehrere Faktoren, die in den Wintermonaten für steigende Preise sorgen könnten.
Faktor 1: Saisonale Nachfrage
Der mit Abstand wichtigste Preistreiber in den Wintermonaten ist die saisonale Nachfrage. Erfahrungsgemäß steigen die Bestellmengen ab November spürbar an, da viele Haushalte ihre Tanks vor den kältesten Monaten auffüllen möchten. Die daraus resultierende erhöhte Nachfrage nach Mitteldestillaten führt regelmäßig zu Preisaufschlägen von 5 bis 10 Cent pro Liter gegenüber den Sommermonaten.
Sollte es zu einem besonders kalten Winter kommen, könnte die Nachfrage zusätzlich ansteigen. Die bisherigen Langzeitprognosen verschiedener Wetterdienste deuten auf einen durchschnittlich temperierten Winter hin, allerdings mit der Möglichkeit einzelner Kälteperioden im Januar und Februar.
Faktor 2: Geopolitische Risiken
Die geopolitische Lage bleibt ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor für die Ölmärkte. Insbesondere die Spannungen im Nahen Osten und die weiterhin geltenden Sanktionen gegen russische Ölexporte können jederzeit für Preissprünge sorgen. Ein Basisszenario ohne weitere Eskalation vorausgesetzt, dürfte Brent-Rohöl im Winter in einer Spanne von 72 bis 85 US-Dollar pro Barrel handeln.
Faktor 3: CO₂-Bepreisung und staatliche Abgaben
Die nationale CO₂-Abgabe liegt seit Anfang 2026 bei 55 Euro pro Tonne und verteuert jeden Liter Heizöl um etwa 17,4 Cent. Eine weitere Erhöhung auf 65 Euro pro Tonne ist für Januar 2027 vorgesehen. Das bedeutet, dass Heizöl ab dem Jahreswechsel um weitere rund 3 Cent pro Liter teurer wird, unabhängig von der Entwicklung am Rohölmarkt.
Faktor 4: Währungsentwicklung
Der Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar beeinflusst die Importkosten für Rohöl maßgeblich. Aktuell handelt das Währungspaar bei etwa 1,09 EUR/USD. Die Europäische Zentralbank hat zuletzt die Leitzinsen stabil gehalten, während die US-Notenbank eine weitere moderate Lockerung der Geldpolitik signalisierte. Sollte sich der Euro in Richtung 1,12 Dollar aufwerten, würde dies den Preisanstieg bei Heizöl etwas abfedern.
Preisprognose im Überblick
- November 2026: 130 – 135 €/100 l (steigende Nachfrage, stabile Rohölpreise)
- Dezember 2026: 132 – 138 €/100 l (Hochphase der Bestellungen)
- Januar 2027: 136 – 142 €/100 l (CO₂-Erhöhung, mögliche Kältewelle)
- Februar 2027: 133 – 139 €/100 l (nachlassende Nachfrage)
- März 2027: 128 – 134 €/100 l (Übergang zur Nebensaison)
Handlungsempfehlung
Unser aktuelles Angebot beträgt 112,50 €/100 l. Den Endpreis für Ihre Liefermenge berechnen Sie im Preisrechner. Nach der Berechnung reservieren wir Ihren Preis für 10 Minuten; künftige Marktpreise sind dadurch nicht vorhergesagt.
Letzte Aktualisierung: 15. Oktober 2026